Karpfensession Koroncó

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    • Karpfensession Koroncó

      Am Montag war es endlich soweit, es ging nach Koroncó zum Karpfen und eventuell Welsangeln.

      Nach stolzen 5 Stunden Autofahrt waren wir endlich am 10 ha großen See angekommen, und ließen uns von einem netten Angestellten vom Lothar alle Regeln des Sees erklären und uns unsere Hütte, die direkt am See war zeigen.

      Nun mussten wir erstmal auf unseren Guide Patrick warten, der unsere Ausrüstung strengstens unter die Lupe nahm, uns aber dann das OK gab :D

      Somit konnte es losgehen. Das noch kalte Bier wurde schnell ausgetrunken und es ging ans aufbauen unserer Ausrüstung.
      Da ich zu Hause alles schon ziemlich fertig aufgebaut habe, brauchte ich nicht besonders lange, und meine Ruten lagen 20 Minuten später, bereit für den ersten Biss auf dem Rodpod. Der ließ allerdings lange auf sich warten, was für uns 3 kein Problem war, denn wir saßen auf der "Veranda" unserer Hütte und hatten kaltes Bier, so lässt es sich aushalten :D

      Langsam wurde es dunkel, und wir konnten immernoch keine Aktion an unseren insgesamt 9 Ruten die wir im Wasser hatten verzeichnen, ich glaube das lag an der Hitze, weil es wirklich heiß war, ich machte mir in der Nacht bessere Erwartungen als am Tag.
      23:30 Uhr war es nun, und meine zwei Kumpels legten sich langsam in 2 der 3 Betten, die in unserer kleinen Hütte vorhanden waren.

      Ich war noch nicht müde, und so beschloss ich noch etwas draussen sitzen zu bleiben, und den Geräuschen der dunklen Nacht zu lauschen.
      Es war wirklich sehr interessant, manche Tiere der Nacht zu beobachten.
      Mittlerweile war es 1:00 Uhr morgens, nun wurde ich auch schon langsam müde. Noch schnell das Funkgerät meiner Bissanzeiger auf die Maximale Lautstärke gestellt, und neben meinen Kopfpolster gelegt und ich ließ den aufregenden Tag hinter mir und legte mich schlafen.


      Punkt 2:00 Uhr und der Funkbissanzeiger heulte wie verrückt auf. Noch im Tiefschlaf sprang ich aus meinem Bett heraus,bin über die Tasche gestolpert und habe mir meinen Kopf an dem Türrahmen, der für meine Größe etwas zu niedrig gebaut war total angestoßen.
      "Verdammt" dachte ich mir. Ich wusste dass der Türrahmen gefährlich werden könnte. :shock:
      Endlich war ich bei meinem Rodpod angelangt und schlug erstmal bei der falschen Rute an :D
      Als ich aber dann doch die richtige in der Hand hielt, konnte es losgehen, und der Karpfen zog wie verrückt raus aufs Wasser.
      Nach 15 Minuten Drill konnte ich endlich den ersten Schuppi unserer Session auf die Matte legen.
      Stolze 13kg brachte er auf die Waage. Nicht schlecht für den Anfang. :-__




      Kaum hatte ich meine Rute wieder scharf gemacht und auf das Rodpod gelegt, heulte schon der Bissanzeiger von Steve um Hilfe und auch er konnte einen schönen Schuppi mit 15kg auf die Matte legen.


      Ausser ein paar pieper meiner Bissanzeiger konnten wir in der Nacht keine Aktion mehr verzeichnen und der nächste Tag war angebrochen.
      Noch verschlafen und erschöpft von der Nacht sah ich mir am morgen den wunderschönen Sonnenaufgang an, und genoss die Stille die den 10ha großen See umschleierte.

      Um 8:30 Uhr stiegen wir ins Auto und machten uns auf zum Haupthaus, wo uns ein super Frühstück erwartete.
      Wohl genährt und frisch geduscht, nahmen wir uns noch ein paar kalte, ungarische Bier mit und es ging wieder zurück zum Platz.

      Da es langsam wieder wirklich sehr heiß wurde, kühlte ich mich in dem nicht wirklich kälteren See ab, und kam auf die Idee nach draussen zu schwimmen, anzufüttern und meine Montagen mit der Hand auszubringen.

      Stunde um Stunde verging, und wir konnten trotz dieser anstrengenden Aktion keine Bisse an den Ruten verzeichnen.

      Nun kam endlich Patrick mit dem Boot um unsere Wallermontage auf einen vielversprechenden Platz abzuspannen.
      Aufgeködert wurde ein kleiner Schuppenkarpfen, der direkt auf einer Kante im Wasser präsentiert wurde.

      Der Tag verging, ohne Fisch und langsam begann es wieder zu dämmern.
      Ich war gerade dabei Holz in unserem Lagerfeuer nachzulegen, als plötzlich mein Bissanzeiger wieder um Hilfe rief. Es begann wieder ein aufregender Drill, der leider nach 5 Minuten endete. „Verdammt nochmal“ dachte ich mir, und legte die Montage neu aus. :mad:

      5 Minuten später heulte der Bissanzeiger von Chris auf, und auch er konnte einen schönen Karpfen mit 14kg auf die Matte legen.

      Um 1:00Uhr war es bei mir wieder so weit und mein Bissanzeiger heulte auf.
      Gleich von Beginn an merkte ich dass dieser Karpfen was größeres sein musste. Mein Verdacht bestätigte sich als er über unsere ganzen Montagen zog und ich ihn einfach nicht daran hindern konnte. Er stand regungslos im Wasser und wollte sich um keinen Preis von der Stelle bewegen. Mittlerweile bekamen unsere Nachbarn von der Aufregung an unserem Platz mit, und kamen neugierig zu uns. „wos hobts denn do dron?“ fragten sie.
      „Sag dus mir“ erwiderte ich aufgeregt, und versuchte weiterhin den Karpfen von der Stelle am Schilf wegzubekommen.
      „Es hilft nicht“ dachte ich mir, und begab mich langsam mit meinem Gewand in das Wasser um den Fisch von der Stelle zu bekommen.
      Endlich bewegte er sich, und unsere Nachbarn munkelten dass dies ein Wels ist der da so wütet, weil er auf eine Hot demon Snowman Montage gebissen hat.
      Mir war eigentlich egal was es war. Ich wollte es nur fangen.

      Eine halbe Stunde später war es endlich so weit und der Fisch kam an die Oberfläche.
      Es war tatsächlich ein Karpfen, und was für einer. Als er im Kescher war, atmete ich auf.
      20kg brachte er auf die Waage. Ich war sichtlich erleichtert als ich ihn wieder reellste. :-// :-__ :-__



      2 Stunden Später konnte Steve den nächsten Schuppi auf die Schuppen legen.
      Und dann war ich nochmal an der Reihe.



      Am nächsten morgen verirrte sich ein kleiner, geschätzter 2kg Karpfen an meine Montage, der aber auch gleich wieder releast wurde.
      Heute wurde noch einmal gut angefüttert um noch ein paar Fische zu überlisten. Unser restliches Futter hat ein Wildschwein in der Nacht, das wirklich nicht zum Spaßen aufgelegt war, verputzt.



      Am Abend konnten Chris und Steve nocheinmal einen schönen Schuppi fangen, und ich konnte im Morgengrauen auch noch mehrere Karpfen überlisten.





      4 Tage voller action endeten und um 7:30Uhr weckte uns der Wecker. Der Tag der Abreise war gekommen.
      Glücklich und zufrieden packten wir unsere sieben Sachen und traten die Heimreise, langsam aber sicher an.

      An der Welsrute hatte sich leider nichts getan, trotzdem waren wir voll und ganz mit den Fischen zu frieden, die wir fangen durften.


      LG Markus
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    • Re: Karpfensession Koroncó

      Dann passt es ja. Hätte mich nämlich etwas geschockt, wenn man für so ein kleines Gewässer wie es auf dem Foto aussieht mehrere Stunden im Auto sitzt :)
      "Gib einem Mann einen Fisch, und du ernährst ihn den ganzen Tag. Lehre ihn zu fischen, und du ernährst ihn ein ganzes Leben lang."

      Konfuzius