Neues Arbeitsgerät

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    • Neues Arbeitsgerät

      Hallo Freunde!

      Ab jetzt wird geswitcht .
      Ich durfte mir am Samstag mein neues feines Rutchen beim Andi abholen.
      Nun ja eher schon eine ausgewachsene Rute ist wohl treffender.
      Natürlich wieder eine St. Croix Imperial.
      Diesmal jedoch eine 2 Hand Switch Rute der Klasse 6 in 11 feet.
      Natürlich keine Rute für den Ramingbach, sondern sie ist für den unteren
      Abschnitt bei mir an der Ager sowie für Flüsse wie die Traun, Inn usw.
      und natürlich auch für Seen wie den Schwarzensee vorgesehen.
      MIt solchen Switch Ruten lassen sich halt einfach wenn notwendig auch
      mühelos größere wurfweiten erzielen und somit bislang unerreichbare
      Plätze auch befischen.
      Für mich heißt das jedoch auch wieder einen neuen Wurfstil erlernen.
      Eigentlich hab ich ja vor ein paar Wochen noch solche Ruten bei uns für
      nicht wirklich Notwendig oder Brauchbar empfunden.
      Ich wurde aber eher Zufällig beim Herrn Loidl in Steyrermühl eines besseren
      belehrt. Ein Freund lies sich dort zum Hechtstreamern eine Feinabstimmung
      in Sachen Schnur vom Erhard Loidl machen weil der ja bekannterweise in
      diesen Sachen ein wahrer Könner ist. Also nahm er uns einfach mit runter auf
      die Traun und zeigte uns kurz was alles mit Switch Ruten möglich ist und wie es geht.
      Anfangs noch sehr skeptisch musste ich jedoch sehr schnell eingestehen das dort
      nur als Beispiel ein bekannter aber kaum erreichbarer Platz und zwar der "Ewigsteiger"
      mit solche Ruten ganz einfach erreichbar sind. Das gab mir doch etwas zu Denken.
      Schnell erkannte ich nun auch das Potential dieser Ruten in einigen meiner Gewässer und als er mir
      letztendlich auch die Rute in die Hand drückte und sagte: " Na probier es einfach auch mal",
      gab ich mir einen Ruck und versuchte das was so einfach und spielerisch bei ihm ausgesehen hat.
      Jedoch denkste, es wollte nicht so recht.
      Nach einer kurzen Korrektur war es dann schon soweit das ich die Schnur ohne Platz nach hinten
      mühelos bis ins Backing warf. Ich war einfach Platt, das dürft ihr mir glauben.
      Seit dem geistert mir das Thema Switch ständig durch den Kopf und nach langen Recherchen und
      überlegeungen ist es nun so weit das ich selbst im Besitz einer solch tollen Rute bin.
      Gemeinsam mit dem Andi werd ich mich künftig des öfteren zum Training damit begeben.
      Eine Einladung von einem Könner und Instruktor gibt es auch schon dank Andi.
      Also ab nun an wird bei uns auch "geswitcht"
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      Werte Freunde!
      Bitte verzeiht mir meine bescheidene Rechtschreibung,
      aber ich ging halt selbst als Kind schon viel lieber
      Angeln als zu Schule.

      fliegenwachler.jimdo.com
      AD
    • Re: Neues Arbeitsgerät

      Hallo Herbert!
      Ich bin schon sehr auf Deinen ersten mit der Switch gefangenen Fisch und den dazu gehörigen Bericht neugierig.
      Ich habe auch schon überlegt mir so eine Rute für die Mur zu kaufen.
      Ich warte aber jetzt erst einmal auf Deine ersten Erfahrungen.
      Wünsche Dir noch viel Spaß am WE beim Garagenverkauf.
      LG/Peter
      Petri
      Flyfisher1

      "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet Ihr feststellen das man Geld nicht essen kann"
      Prophezeiung des kanadischen Stammes der Cree
    • Re: Neues Arbeitsgerät

      "christian65" wrote:

      Hallo Herbert

      Gratulation zur Neuanschaffung, die wird dir viel Freude machen, versprochen ;)


      Hallo Christian!

      Vielen Dank, das glaub ich dir gerne :D
      Warte nur noch auf die Schnur welche in den
      nächsten 2 Wochen kommen soll und dann sieh ich mal
      ob ich das kurz erlernte überhaupt noch kann und wie die Schnur
      dazu passt. Mein Gott ich kann es kaum mehr erwarten und zieh mir
      so ziemlich alles zum Thema Switch rein was ich so im Net bislang finden konnte.
      Welche Schnur verwendest du und wie ist es euch neulich beim Fligenwacheln ergangen?

      LG/Herbert
      Werte Freunde!
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    • Re: Neues Arbeitsgerät

      Ich hoffe ich kann künftig auch etwas zum Thema Switch beisteuern, da ich mich für eine Imperial #7 11 ft entschieden habe.

      Ich werde auch warscheinlich im laufes des Jahres mal einen Einsteigerworkshop, besser gesagt einen Wurfkurs, für die Switch Ruten an der Ager beim Herbert organsisieren, dass werde ich aber noch Zeitgerecht bekannt geben, falls da jemand mitmachen möchte.
      Jetzt heißt es aber erstmal Testen und Geräte bzw. Schnur abstimmen, bzw. lassen da Herbert und ich uns mal die Grundlagen dieser Werferei beibringen.

      Freu mich auch schon riesig drauf!

      mfG

      Andreas
    • Re: Neues Arbeitsgerät

      "Oberesalzach" wrote:

      Viel freude mit dem neuen gerät - wär doch auch was für die Salzach im Herbst.


      Ja Peter!

      Das würde genau passen.
      Vorausgesetzt das wir es bis dahin schon wieder
      aus dem Wasser geschafft haben vor lauter Spaß
      mit den neuen Bihänder :lol:

      LG/Herbert
      Werte Freunde!
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    • Re: Neues Arbeitsgerät

      "nixn44" wrote:

      Da würde ich gerne mitmachen!! Bitte mir einen Platz freihalten :)

      Die Switch kann ich mir sicher mal beim Herbert anschauen. Habe ja eine 9#er Switch zum Huchenfischen aber die Werfe ich eigentlich nur Überkopf.


      lg Nicolas


      Hallo Nicolas!

      Ja die kannst du sicherlich mal beim Training damit auch werfen.
      Du wirst staunen welche Möglichkeiten solche Ruten haben und
      wie leicht du damit deine Streamer raus bringst.
      Einfach nur Geil.

      LG/Herbert
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    • Re: Neues Arbeitsgerät

      "flyfisher1" wrote:

      Hallo Herbert!
      Ich bin schon sehr auf Deinen ersten mit der Switch gefangenen Fisch und den dazu gehörigen Bericht neugierig.
      Ich habe auch schon überlegt mir so eine Rute für die Mur zu kaufen.
      Ich warte aber jetzt erst einmal auf Deine ersten Erfahrungen.
      Wünsche Dir noch viel Spaß am WE beim Garagenverkauf.
      LG/Peter

      Hallo mein Freund!

      Ja ich galube dass so was auch für die Mur genau das Richtige wäre.
      Halte dich diesbezüglich natürlich am laufenden.

      LG/Herbert
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    • Re: Neues Arbeitsgerät

      "Willi" wrote:

      Super Teil hast du dir da gegönnt Herbert. :-__
      Mit der 2-Hand habe ich bisher noch kaum Erfahrung, nur kurz mal eine vom Schloma in der Hand gehalten.
      Ich wünsche dir viel Spaß und ein kräftiges Petri Heil damit und hoffe, du führst sie mir mal in Natura vor.
      Gruß, Willi


      Gerne Willi!

      Sobald ich mich damit selbst nicht mehr und auch keine anderen verletze :D

      LG/Herbert
      Werte Freunde!
      Bitte verzeiht mir meine bescheidene Rechtschreibung,
      aber ich ging halt selbst als Kind schon viel lieber
      Angeln als zu Schule.

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    • Re: Neues Arbeitsgerät

      Hab bisher noch keine Ahnung gehabt, was Switchen eigentlich ist, hab mir jetzt aber gerade ein paar Youtube-Videos reingezogen.
      Die pfeffern mit 2-3 Metern Platz nach hinten die Schnur bis auf das Backing raus, irre!! :-(() :shock:

      Wünsche euch viel Spaß beim Lernen, hoffentlich kann ich euch da mal zusehen, würde mich brennend interessieren diese Methode live zu sehen! :-<<
    • Re: Neues Arbeitsgerät

      "Robi_Wals" wrote:

      Hab bisher noch keine Ahnung gehabt, was Switchen eigentlich ist, hab mir jetzt aber gerade ein paar Youtube-Videos reingezogen.
      Die pfeffern mit 2-3 Metern Platz nach hinten die Schnur bis auf das Backing raus, irre!! :-(() :shock:

      Wünsche euch viel Spaß beim Lernen, hoffentlich kann ich euch da mal zusehen, würde mich brennend interessieren diese Methode live zu sehen! :-<<


      Hallo Robi!

      Dazu haben wir bestimmt mal die Möglichkeit.
      Ich sehe in diesen Ruten künftig auch sehr viel Potential.
      Natürlich auch für derart große Flüsse gerade wie die Salzach.
      Bin schon gespannt was da noch so auf uns diesbezüglich zukommt.

      LG/Herbert
      Werte Freunde!
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    • Re: Neues Arbeitsgerät

      Hallo liebe Fliegenfischer,

      ich finde es sehr lustig, und zu gleich auch schön, dass die Switch- Ruten so viel Anklang finden, hat man ja vor ein paar Jahren noch nicht mal gewusst, was das ist.
      Ich persönlich finde die Dinger unglaublich. Und auch das Einsatzgebiet ist wahnsinnig groß. Bin mir sicher, ihr werdet eure Freude am Switchen haben.
      Ich habe dem zuvor Geschriebenen entnommen, dass ihr bezüglich der Schnur noch ein wenig unschlüssig seid. Nun da gibt es mehrere Möglichkeiten. Viele Hersteller von solchen Ruten bieten auch die entsprechende Leine an. Also wenn ihr dann für eine z.B. 6er Rute auch eine 6er Schnur nehmt, werdet ihr bestimmt nicht viel falsch machen.
      Trotzdem und wie so oft beim Fliegenfischen, hängt die Wahl der Leine, sehr stark vom Gewässer und der Art zu fischen ab.
      Ich fische Switch- Ruten bspw. nur in mittleren bis größeren Gewässern, v.a. in der Saalach und Salzach. Dabei ausschließlich mit Streamern, die ich quer zur- und gegen die Strömung fische.

      Für diese Art von Fischerei haben sich in erster Linie Schussköpfe in unterschiedlichen Sinkraten bewährt. Der Schusskopf hat zudem den enormen Vorteil, dass durch das, im vorderen Teil konzentrierte Gewicht der Leine, die Fliege regelrecht rausdonnert, bzw. bei Überkopfwürfen, die Anzahl der Leerwürfe auf ein Minimum reduziert wird – ein Leerwurf und „bamm“!

      Nun kann ich nicht für eure Gewässer reden, aber in Saalach/ Salzach und Co fische ich Schussköpfe von Vision in „Sink2/Sink4“. Da diese allerdings für die kurzen Switch- Ruten meines Erachtens viel zu lange sind, kürze ich sie von hinten (also vom Sink2- Ende her) ein, sodass eine Gesamtlänge von 6-max. 8 m entsteht. Natürlich ist es wichtig, dass man dabei auf das RecWeight der Rute achtet.

      Konkretes Bsp.: Eine Switch hat ein recw. von 29g – also nehme ich einen sagen wir 34g Schusskopf und kürze diesen so ein, dass er in gekürzter Form wieder 29g wiegt. Dann schweiße ich den Schusskopf mit der running line zusammen und fertig. Ich habe dann eine absolut sichere und vor allem glatte (kein Knoten oder Loop, der in den Ringen schleift) Verbindung.
      Der weitere Vorteil, dieser stark sinkenden Schussköpfe ist jener, dass der Zug auf den Streamer nicht von oben kommt, wie bei einer schwimmenden Schnur, sondern von unten, weil der Schusskopf schwer ist und nach unten donnert. Auch in stärkerer Strömung kann ich so gegen diese fischen, ohne dass mein Streamer an der Oberfläche dahin holpert. Zudem kann man den Streamer völlig unbeschwert lassen, was das Werfen an sich natürlich auch erleichtert (keine Pendelbewegung des schweren Streamers).

      Behelfsmäßig, könnte man statt des Schweißens auch eine loop to loop verbindung machen, aber wie gesagt, es nervt ein bisschen, wenn andauernd der Loop durch die Ringe gezogen wird.

      Ich hoffe ich konnte weiterhelfen, lg Matthias
    • Re: Neues Arbeitsgerät

      Hallo Matthias!

      Recht vielen Dank für deine sehr gute und ebenso informative Ausführung zu diesen Thema.
      Gerade wenn man wie ich diesbezüglich ja sozusagen vor Neuland steht ist das schon sehr hilfreich.
      Freilich hab ich soweit meine Hausaufgaben gemacht und versucht an soviel Info wie möglich zu gelangen,
      aber es ist natürlich toll wenn man jemand direkt fragen kann so wie hier bei dir.
      Du hast ja die Thematik und somit die sich daraus ergebende Problematik sehr treffend beschrieben.
      Gerade das erstellen der jeweiligen Setups sind für Anfänger in Sachen 2 Hand Ruten schon sehr schwierig.
      Ich hab mir für den Anfang mal eine No Name Switch Schnur drauf gegeben welche für die Klasse 5-6 laut Hersteller
      ausgelegt ist. Wie das ganze jedoch in der Praxis funktionieren wird muss sich aber erst bei den ersten Versuchen
      damit herausstellen. Sollte es nicht gleich auf Anhieb klappen werde ich mir sozusagen professionellen Beistand
      einholen.
      Ich möchte damit natürlich hauptsächlich an der Ager fischen wo ich einige Stellen kenne wo solche Ruten von großen Vorteil
      sind.
      Schwierig wird es bei der jeweiligen Art wie ich damit fischen möchte, also die jeweiligen Einsatzarten.
      Ich hab jedoch durch Zufall vor zwei Tagen ein Video im Net gefunden in welchen genau das gezeigt wird was ich mir die
      ganze Zeit immer so vorgestellt habe. Auch wenn es vielleicht nicht gerade das klassische Switchen ist, so dürfte das ganz genau
      das sein was ich suche.
      Schau mal hier.
      Link:
      vimeo.com/58975539

      Was hältst du davon Matthias?

      LG/Herbert
      Werte Freunde!
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      aber ich ging halt selbst als Kind schon viel lieber
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    • Re: Neues Arbeitsgerät

      Hallo Herbert,

      zunächst mal – „der A... fischt an meiner Stelle… ;-)“. Er hat offensichtlich eine alte Bekannte von mir auf den Haken bekommen, und ihm is’s es gleich ergangen wie mir schon drei mal!!

      Aber nun zum Thema. Finde das Video prinzipiell ganz nett, es kommt hald darauf an, welche Art zu fischen du bevorzugst.
      Im Video sind ja drei Möglichkeiten beschrieben. Für mich persönlich, kommt allerdings nur eine Abwandlung von der ersten in Frage.

      Daher zunächst mal zu den letzten zwei: Das Fischen mit Nassfliege, oder Trockenfliege an der Zweihandrute finde ich persönlich ein bisschen unsinnig. Klar, dass es sicher Spaß macht und auch seinen Erfolg bringen wird, doch benötige ich für diese Art von Fischerei keine 12‘ 2- Hand- Rute. Aber wie gesagt, das ist Geschmackssache, und Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

      Zudem sind das „echte“ Zweihandruten und keine Switch. Diese Ruten sind doch noch mal um ein Stückchen länger (benötigen daher auch hinter einem mehr Platz) und auch das Führen der Rute ist mit dem extrem langen Griff ein wenig gewöhnungsbedürftig.

      Die erste im Video dargestellte Variante, ist ja eh schon sehr ähnlich, wie jene, dich ich gestern beschrieben habe. Dabei fischt er auch mit Shooting heads und erklärt richtiger weise das Prinzip des Schusskopfes: Die Masse der Leine ist auf einen kurzen Bereich konzentriert. Dabei wird natürlich die Rute extrem schnell aufgeladen.
      ABER: Er erklärt, dass man mit diesen Schussköpfen die Möglichkeit hat, schwere Fliegen bzw. schwere Sinktips zu werfen. Das stimmt natürlich, ist aber meines Erachtens nach unsinnig. Vor allem bei seiner gezeigten Art zu fischen. Wenn du darauf achtest, bemerkst du, dass er immer- wie gestern von mir beschrieben – quer zur Strömung wirft, den Streamer in der Drift arbeiten lässt und dann gegen die Strömung einstrippt. Und für diese Art, sind beschwerte Schussköpfe viel, viel sinnvoller.
      Er fischt eben, soweit ich das erkennen kann mit schwimmenden Schussköpfen und dafür mit extrem schweren Streamern (sculpin Heads). Dabei hat er dann aber das bereits erwähnte Problem, dass der Zug auf den Streamer – sowohl in der Drift, als auch beim Stripen – immer von oben kommt- d.h. du wirst bei stärkerer Strömung niemals in Richtung Boden kommen, wo aber oftmals die Großforellen stehen. Du musst dir vorstellen, selbst wenn du ein 3m Sinktip fischen würdest, sinken dann eben nur 3m deiner Leine, im Gegensatz zum sinkenden Schusskopf, wo 7m, 8m sinken.

      Zudem ist das Werfen viel lustiger, wenn das Gewicht der Schnur die Fliege wirft und nicht ein 5g Streamer durch die Luft pendelnd auf dich zu ballert, weil er einfach so schwer ist. Übrigens spreche ich aus Erfahrung, dass es verdammt weh tut, wenn er dich dann trifft… !! ;)

      Trotz all dem hat er in einer Sache recht: Die Schnur- Kontrolle ist mit Sink- Shooting heads, natürlich sehr schwer. Also auf eine Distanz von 20m kannst du das Menden natürlich vergessen. Es ist hald die Frage, wie sehr man das benötigt, wenn man ohne hin nur quer bzw. gegen die Strömung fischt.
      Den einzig wirklichen Vorteil schwimmender Schussköpfe sehe ich darin, den Streamer mit der Strömung – quasi wie beim Nymphenfischen – zu fischen. Dann sind schwimmende Leinen sicher von Vorteil, weil du den Biss nicht wirklich spürst, sondern auf das Verhalten der abtreibenden Leine achten musst.

      Ansonsten würde ich dir eben „intermediate/Sink2“ oder „Sink2/Sink4“ Schussköpfe empfehlen- je nach Stärke der Strömung und Tiefe des Gewässers. Wie gesagt, ich fische sie von Vision, aber das ist wieder Geschmackssache.

      Ansonsten von der Schnur her, fischt er eh eine Running Line und schlauft an deren Ende einen Schusskopf ein. Das Prinzip ist sehr toll, das Problem allerdings ist, dass der Schusskopf in Länge und Gewicht natürlich auf die Rute abgestimmt sein sollte. Ich nehm jetzt wieder Vision als Bsp. oder Scierra hatte früher auch sogenannte Multitps. Die haben zwar schon die Schlaufe integriert und sind auch oft vom Gewicht her auf die Rute abgestimmt, i.d.R. aber auch mindestens 12m lang. Und das ist für eine 10 oder 11‘ Rute zu lang! Solltest du allerdings einen Schusskopf finden, der dir von Länge und Gewicht her passt, geben ich dir noch einen Tip: Ich verwende nur Schußköpfe, die gleich wie eine normale Flugleine aufgebaut sind, also eine Seele haben und vom Coating umgeben sind. Wenn dich dann nämlich die oft sehr dicke Schlaufenverbindung in den Ringen nervt, kannst du einfach mit etwas Aceton das Coating entfernen. Die Seele ist nach wie vor absolut reißfest, doch ohne Coating natürlich viel geschmeidiger und bremst daher nicht in den Ringen.

      LG
      Matthias
    • Re: Neues Arbeitsgerät

      Hallo Matthias!

      Recht vielen Dank für deine fundierten Antworten.
      Ich erkenne daraus dass du dich wohl schon seit geraumer Zeit mit diesen
      warlich sehr komplexen Thema beschäftigst.
      Hätte ich deine Zeilen vor einen halben Jahr gelesen hätte ich zwar ehrlich gesagt
      kein einziges Wort verstanden, aber inzwischen bin ich nun doch schon in der Lage
      all das was du mir hier schreibst auch nachzuvollziehen. Ich bin auch fest von der Richtigkeit
      deiner Erklärungen dazu überzeugt.
      Schwierig wird es für mich als Neuling dieser faszinirenden Art für meine Gewässer genau das
      Richtige zu finden. Das liegt vermutlich daran dass ich am liebsten alles gleichzeitig in einem
      machen möchte, was natürlich so nicht gehen wird.
      Ich selbst habe bislang eigentlich beinahe nur mit der Trockenfliege gefischt und gehöre da zu jenen welche
      auch wenn gerade keine Fische steigen diese so lange wrfe bis sich endlich ein Fisch zum steigen überreden lässt.
      Deshalb auch mein Gedanke größere Muster wie die Maifliege auf größere Entfernung zu präsentieren versuchen.
      Nun ja das war halt mal so einer meiner Gedanken.
      Das Streamerfischen selbst ist beinahe ein Neuland für mich, währe aber sicherlich auch in genau der von dir erwähnten
      Form in betracht zu ziehen. An der Ager bei mir währe das ja vielleicht mit meiner Schnur und den 12 f. in Sinktip, bzw schnell und mittelschnell sinkend und 2m Vorfach auch noch irgendwie zu schaffen (max 3m tief)im Durchschnitt jedoch etwa 1m.
      Auf tieferen Gewässern oder an Seen hab ich damit aber sicherlich nicht das geeignete und benötige die von dir
      vorgestellten Schussköpfe.
      Da ich bislang auch erst einmal kurz eine solche Rute unter der Anleitung von Erhard Loidl geworfen habe bezweifle
      ich auch ob meine werferischen Möglichkeiten ausreichen um selbst eine gute Abstimmung zusammen zu bekommen.
      Dazu werde ich wohl die Hilfe eines Profis benötigen.
      AUf alle Fälle werde ich es zunächst sobald sich mein Schnupfen etwas gelegt hat einfach das Ganze mal versuchen im
      Wasser zu werfen. Vielleicht klappt es ja auch, was ich jedoch eher nicht annehme :D
      Beim Erhard hab ich da einen Rio Kopf geworfen, frag mich jedoch nicht welcher das war.
      Auf alle Fälle kurz, dick und schwer.
      Also hab ich da wohl einiges an Abstimmungs- Arbeiten zu machen, was aber sicherlich auch recht interessant und lehrreich sein kann.
      Bin schon gespannt was da noch so auf mich zu kommt.
      Vermutlich wird es auch nicht bei der einen Rute bleiben wie mir nun schon ahnt.
      Also wird wohl auch bei den Schnüren noch so einiges benötigt werden.

      LG/Herbert
      Werte Freunde!
      Bitte verzeiht mir meine bescheidene Rechtschreibung,
      aber ich ging halt selbst als Kind schon viel lieber
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