Die Made - Fliegenlarve


Für viele Menschen sind Maden oft nur ekelig! Sie riechen nach Ammoniak und leben in verfaulendem Fleisch und verdorbenen Lebensmitteln. Daher meiden die meisten Menschen den Kontakt mit ihnen.

Doch wir Angler sehen das etwas anders, denn die Made ist einer der fängigsten Köder auf Friedfische oder aber auch Salmoniden.

Daher sind wir gezwungen mit ihnen zu hantieren, sie anzugreifen!

Doch was sind Maden?
Die hier vorgestellten Maden sind im eigentlichen Sinne Larven der Fliege, werden aber im Sprachgebrauch einfach Maden genannt!
Die Eier werden auf Fleisch oder Aas gelegt. Aus den Eiern der Fliege (einige hundert, je nach Größe) schlüpfen nach ein paar Tagen dann kleine Maden. Diese haben normalerweise einen weißen Körper, können aber auch rot, orange oder gelb sein.

Aufbau der Made:

Die beiden dunklen Punkte auf der abgeflachten Seite der Made sind nicht wie oft angenommen die „Augen“, sondern Atemlöcher.

Auch ist diese Seite nicht der Kopf der Made, sondern das spitze Ende.

Maden am besten hinten bei den Atemlöchern auf den Haken auffädeln, da sie so am längsten aktiv sind.

Falls man sie lässt, verpuppen sich die Maden einige Tage später (Caster). Kurz darauf schlüpfen die Fliegen.

 


DER TEST
Um einige für Angler interessante Fragen zu klären, hat das Angelplatz.at-Team verschiedene Tests durchgeführt.

Versuch 1: Wie lange halten sich Maden?

In diesem Test wurden frisch gekaufte Maden bei verschiedenen Temperaturen aufbewahrt.
Wenig verwunderlich ist natürlich, dass sie sich im Kühlschrank, bei ca. 4-5°, am längsten "halten".


Je nachdem wie lange der Händler sie bereits in seinem Kühlschrank hatte, kann eine neu gekaufte Madenpackung mindestens 1 Woche im eigenen Kühlschrank halten.
Nach einer Woche nimmt aber die Qualität deutlich ab, so gibt es nach ca. 10 Tagen 20 % Ausfall durch Tod und 20 % durch Verpuppung!

Tipps zum Lagern von Maden:
- Kühl lagern, am besten im Kühlschrank, wenn nicht erwünscht im Keller
- Maden sollten trocken lagern
- Wer beim Angeln nicht alle benötigt, unbedingt darauf achten, dass sie nicht in der direkten Sonne stehen, am besten in ein feuchtes Tuch einwickeln.


Versuch 2: Wie lange sind Maden unter Wasser aktiv?
Maden sind richtig ausdauernd wenn es darum geht die Luft unter Wasser anzuhalten.
Zwar nimmt die Aktivität nach 20 Minuten deutlich ab, aber sie halten mindestens 4 Stunden
und leben nach dem Wasserbad an der Luft weiter. (Ausfallquote ca. 5%)

Wer darauf setzt, dass durch die Bewegung des Köders die Fische angelockt werden, sieht hier deutlich dass nach etwa 20 Minuten nur noch ¼ der Maden aktiv sind, nach einer Stunde max. 10 %.


Versuch 3: Entwicklung bei Licht und Dunkelheit!
Für diesen Test wurde die Maden in einem Raum bei ca. 21° gelagert.
1 Teil wurde bei Licht (Tag/Nacht) aufbewahrt und der andere in völliger Dunkelheit!

Zu Beginn scheint die Dunkelheit das Wachstum tatsächlich zu bremsen.
Dies relativiert sich aber nach 24 Stunden vollkommen, und die Maden sind sowohl bei völliger Dunkelheit als auch bei Licht zu 80 % verpuppt.

Versuch 4: Wie schnell ist eine Made?
Wer kennt das nicht?
Die Madendose nur kurz offen gelassen, und schon sind einige Maden auf der Flucht.
Tja, ganz schön flink die Kleinen, denn eine Made kann in 1 Minute ca. 30 cm zurücklegen!

Für einen Marathon würde die Made aber ca. 10 Tage und 8 Stunden benötigen.



1 Made hat ca. 1 cm Körperlänge, umgerechnet auf die Länge des Geparden würde eine Made ca. 25 km/h schnell sein.


Weitere Arten von Maden beim Angeln:
Bienenmade


 



 

















































































































































































































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